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Amazon FBA Erstattung ohne Rücksendung: neues Programm und 45-Tage-Regel

Stand 28.10.2026, Arbitragex-Ratgeber

Amazon FBA Erstattung ohne Rücksendung meint seit dem 27.10.2026 zwei verschiedene Dinge. Das neue, freiwillige Programm „Lösungen ohne Warenrücksendung“ lässt den Kunden die Ware behalten, und du bekommst dafür keine Erstattung. Daneben gilt weiter die alte Regel: Schickt ein Kunde nach einer Erstattung nichts binnen 45 Tagen zurück, erstattet Amazon dir den Artikel.

Amazon hat die Neuerung am 27.10.2026 im Seller-Forum angekündigt; sie gilt für Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien und das Vereinigte Königreich. Die Details stehen auf der Hilfeseite zum Programm. Dieser Ratgeber trennt beide Mechanismen und rechnet vor, wann sich die Teilnahme lohnt. Außerdem zeigt er, welche Fristen du für deine eigenen Ansprüche im Blick haben musst.

Was bedeutet Amazon FBA Erstattung ohne Rücksendung?

Es gibt zwei Fälle mit fast gleichem Namen und entgegengesetzter Wirkung. Beim neuen Programm verzichtest du freiwillig auf die Rücksendung und trägst den Warenverlust selbst. Bei der klassischen Erstattung ohne Warenrücksendung zahlt Amazon dir den Artikel, weil der Kunde sein Geld bekommen, die Ware aber nicht binnen 45 Tagen zurückgeschickt hat.

Wer die beiden verwechselt, verliert Geld auf zwei Arten. Entweder meldet er sich zum Programm an und wundert sich, dass keine Erstattung mehr kommt. Oder er hält die alte Erstattung für „automatisch erledigt“ und prüft nicht nach, ob sie wirklich gebucht wurde.

MerkmalLösungen ohne Warenrücksendung (neu)Erstattung ohne Warenrücksendung (45-Tage-Regel)
Wer entscheidet?Du meldest dich an, Amazon prüft jede Retoure einzelnAmazon, automatisch
Was passiert mit der Ware?Der Kunde behält sieDer Kunde schickt sie nicht zurück
Bekommst du eine Erstattung?NeinJa, Amazon schreibt den Betrag gut
Gilt fürArtikel mit Durchschnittspreis bis 75 €Alle FBA-Bestellungen
QuelleProgramm-HilfeseiteRichtlinie Kundenrücksendungen

Der Kern steht in Amazons eigenem Text zum Programm: „Wenn ein Kunde einen Artikel im Rahmen einer Lösung ohne Rücksendung behält, erhalten Sie keine Erstattung.“ Genau dieser Satz macht den Unterschied zur 45-Tage-Regel aus.

Wie funktionieren die neuen Lösungen ohne Warenrücksendung?

Du legst in Seller Central fest, für welche Artikel Amazon dem Kunden statt einer Retoure eine Erstattung mit Behalten anbieten darf. Amazon prüft danach jede einzelne Rücksendung gegen feste Kriterien. Nur wenn Artikel, Kunde und dein Konto passen, bekommt der Kunde das Angebot im Rücksendeprozess angezeigt.

Die Kriterien laut Amazon-Hilfeseite, Stand 28.10.2026:

KriteriumAnforderung
Durchschnittlicher Verkaufspreis (ASP)höchstens 75 €
Kundenverlaufkein Programmmissbrauch in der Vergangenheit
Ausgeschlossene ArtikelGefahrgut, Produktrückrufe, Geschenkkarten, schwere und sperrige Artikel
VerkäuferstatusKonto mit einwandfreiem Ruf

So schaltest du das Programm ein oder aus

  1. Öffne in Seller Central „Einstellungen“ und dort „Versand durch Amazon“.
  2. Suche den Abschnitt zur Bewertung und Zuordnung von FBA-Rücksendungen und klicke bei den Lösungen ohne Rücksendung auf „Bearbeiten“.
  3. Wähle eine der Varianten: nach Preis (Höchstpreis je Artikel zwischen 1 € und 75 €, voreingestellt sind 10 €), für alle ASINs mit optionaler Ausschlussliste oder nur für ausgewählte ASINs.
  4. Lade bei Bedarf eine CSV-Datei hoch, eine ASIN pro Zeile, höchstens 10.000 Einträge, ohne Leerzeilen.
  5. Klicke auf „Aktualisieren“. Die Änderung wirkt sofort, gilt aber nur für Rücksendungen, die danach entstehen.

Zwei Details kosten in der Praxis Nerven. Ein neuer CSV-Upload ersetzt die alte Liste vollständig, er ergänzt sie nicht. Und Amazon bittet, bis zu 24 Stunden nach der Aktivierung zu warten, bevor du den Verkäuferservice kontaktierst.

Wo du die Fälle siehst

Unter „Warenrücksendungen bei Versand durch Amazon“ zeigt die Statusspalte zwei neue Werte: „Abgeschlossen – Warenrücksendung nicht erwartet“ und „Abgeschlossen – Kunde hat Lösung ohne Warenrücksendung genehmigt“. Einen herunterladbaren Bericht gibt es laut Amazon derzeit nicht. Wer viele SKUs hat, muss diese Fälle also von Hand aus der Ansicht ziehen, um sie von echten Erstattungsansprüchen zu trennen.

Welche Kosten sparst du mit dem Programm – und welche nicht?

Die Erstattung an den Kunden zahlst du in beiden Fällen, ebenso die Bearbeitungsgebühr auf die Verkaufsgebühr. Das Programm spart dir nur das, was nach einer Retoure mit der Ware passiert: Remission, Entsorgung, Lagerung unverkäuflicher Einheiten und die Gebühr für hohe Rücksendequoten. Dafür verlierst du den Warenwert und jeden möglichen Erstattungsanspruch gegen Amazon.

Was laut Amazon gleich bleibt und was sich ändert:

Ein Rechenbeispiel zur Bearbeitungsgebühr: Ein Artikel für 14,99 € in einer Kategorie mit 15 % Verkaufsgebühr kostet dich 2,25 € Verkaufsgebühr. Die Bearbeitungsgebühr beträgt 20 % davon, also 0,45 €. Amazon erstattet dir 1,80 €, und zwar mit und ohne Programm gleich. Für die Entscheidung spielt diese Zahl deshalb keine Rolle.

Ab wann lohnt sich die Erstattung ohne Rücksendung? Die Break-even-Rechnung

Das Programm lohnt sich, wenn der erwartete Verlust einer normalen Retoure höher ist als dein Einkaufspreis. Bei einer normalen Retoure verlierst du nur dann Geld, wenn die Ware unverkäuflich zurückkommt. Beim Programm verlierst du immer den Einkaufspreis. Entscheidend ist also, wie viele deiner Retouren unverkäuflich ankommen.

Amazon formuliert die Faustregel selbst: Die Lösung ist günstiger, „wenn die Kosten für die Rücksendung und die Bearbeitung den Wert des Artikels überschreiten“. In Zahlen sieht das so aus:

Die Entsorgungsgebühr in Deutschland beträgt laut Amazons Gebührenseite für Remission und Entsorgung für Standardgrößen 0,74 € bis 200 g, 1,19 € bis 500 g und 2,73 € bis 1.000 g. Die Rücksendung an dich kostet in denselben Stufen 0,50 €, 0,79 € und 1,80 €. Wie du Remissionen sonst noch einsetzt, erklärt der Ratgeber zum Amazon Remissionsauftrag.

Beispielrechnung (Artikel bis 500 g, Entsorgung 1,19 €, kein Restwert für unverkäufliche Ware):

Einkaufspreis nettoBreak-even: so viele Retouren müssten unverkäuflich sein
2 €62,7 %
5 €80,8 %
10 €89,4 %
20 €94,4 %
40 €97,1 %

Bei einem Einkaufspreis von 5 € lohnt sich das Programm erst, wenn mehr als vier von fünf Retouren als unverkäuflich zurückkommen. Kannst du unverkäufliche Ware noch als B-Ware verwerten, steigt die Schwelle weiter. Rechne deine Werte mit echten Gebühren im kostenlosen FBA-Rechner durch, bevor du eine Preisgrenze setzt.

Was die Rechnung nicht abbildet

Drei Punkte verschieben das Ergebnis, und du solltest sie für jede SKU einzeln prüfen:

Lohnt sich das Programm für Online-Arbitrage?

Für die meisten Arbitrage-Seller eher nicht. Wer Markenware neu einkauft, bekommt Retouren häufig verkäuflich zurück und verliert ohne Programm dann nichts, mit Programm aber immer den Einkaufspreis. Sinnvoll kann eine niedrige Preisgrenze sein, etwa für Kleinteile mit hoher Quote geöffneter Verpackungen. Eine CSV-Ausschlussliste schützt deine teuren ASINs.

Im Rechenbeispiel unseres Ratgebers zu Amazon Arbitrage in Deutschland liegt die Marge bei 17,4 %. Bei solchen Margen frisst ein verschenkter Artikel den Gewinn mehrerer Verkäufe. Wichtig ist dabei, mit Nettowerten zu rechnen; warum, erklärt der Ratgeber zu Umsatzsteuer und echter Marge.

Ein praktischer Weg für Händler mit gemischtem Sortiment:

  1. Exportiere deine Retouren der letzten 90 Tage und markiere je ASIN, wie viele als unverkäuflich eingestuft wurden.
  2. Teile den Einkaufspreis durch Einkaufspreis plus Entsorgungsgebühr und vergleiche das Ergebnis mit der Quote.
  3. Nimm nur ASINs auf, deren Quote über diesem Wert liegt, über die Variante „ausgewählte ASINs“.
  4. Prüfe die Liste monatlich, denn ein neuer Upload ersetzt die alte vollständig.

Was ist die 45-Tage-Regel bei Kundenrücksendungen?

Erstattet Amazon einem Kunden eine FBA-Bestellung und kommt die Ware nicht binnen 45 Tagen im Logistikzentrum an, erstattet Amazon dir den Artikel automatisch. Das steht in der Richtlinie für Kundenrücksendungen. „Automatisch“ heißt aber nicht, dass jede Erstattung tatsächlich gebucht wird.

Amazon übernimmt laut Richtlinie automatisch die Verantwortung, wenn

Keine Erstattung gibt es, wenn der Kunde die Ware beschädigt hat, sie defekt ist oder einem Rückruf unterliegt. Ebenfalls ausgeschlossen sind Retouren mit beschädigtem Karton, fehlendem Werksiegel, fehlender Verpackung oder fremdem Karton. Und Beträge, die du dem Kunden selbst erstattest, ersetzt Amazon nie.

Kommt die Ware innerhalb der 45 Tage verkäuflich zurück, bucht Amazon sie wieder in deinen Bestand statt zu erstatten. Kommt sie unverkäuflich zurück, prüft Amazon, wer verantwortlich ist. Diese Prüfung ist der Punkt, an dem das neue Programm dir eine Chance nimmt: Ohne Rücksendung gibt es nichts zu prüfen und damit auch keine Erstattung für Schäden, die Amazon verursacht hätte.

Welche Fristen gelten für FBA-Erstattungen?

Für Kundenrücksendungen kannst du einen Antrag frühestens 45 und spätestens 105 Tage nach der Kundenerstattung stellen. Für Verluste im Logistikzentrum hast du 60 Tage ab der Meldung, für fehlende Einheiten aus Sendungen an Amazon 6 Monate ab bestätigter Lieferung. Wer diese Fenster verpasst, verliert den Anspruch.

Alle Werte stammen direkt aus Amazons deutschen Hilfeseiten, Stand 28.10.2026:

FallAntrag frühestensAntrag spätestensQuelle
Kundenrücksendung: Ware nicht zurück oder von Amazon beschädigt45 Tage nach Kundenerstattung105 Tage nach KundenerstattungAnträge Kundenrücksendungen
Höhe einer Erstattung für Kundenrücksendungen anfechtennach der Erstattung60 Tage nach VeranlassungErstattungsrichtlinie
Verlust oder Schaden im LogistikzentrumMeldung im Portal oder Bestandsverzeichnis60 Tage nach der MeldungBetriebsabläufe im Logistikzentrum
Fehlende Einheiten aus einer Sendung an AmazonStatus „Zur Überprüfung berechtigt“6 Monate nach bestätigter LieferungLieferung an Amazon
Remission unterwegs verloren15 Tage nach letzter Sendungsbewegung74 bzw. 75 Tage ab SendungserstellungAnträge auf Remission
Remission beschädigt oder Widerspruch gegen EinstufungZustellung bei dir60 Tage nach ZustellungAnträge auf Remission

Ein Detail fällt beim Lesen auf: Amazon nennt für verlorene Remissionen im Fließtext 74 Tage und in der Tabelle derselben Seite 75 Tage. Rechne mit 74 Tagen, dann bist du in beiden Lesarten sicher. Pro Sendung an Amazon ist außerdem nur ein einziger Antrag erlaubt, weitere lehnt Amazon ab.

Das Fenster von Tag 45 bis Tag 105 für Kundenrücksendungen weicht übrigens von manchen Ratgebern ab, die Tag 60 bis Tag 120 nennen. Verbindlich ist das, was die Hilfeseite in deinem Seller Central anzeigt, und die nennt für Deutschland heute 45 bis 105 Tage.

Wie prüfst du Kundenerstattungen ohne Rücksendung Schritt für Schritt?

Prüfe jede Kundenerstattung ab Tag 45 darauf, ob die Ware zurückgekommen ist oder Amazon dir erstattet hat. Fehlt beides, stellst du bis Tag 105 einen Antrag. Fälle aus dem neuen Programm sortierst du vorher aus, denn für sie gibt es keinen Anspruch.

  1. Erstattungen finden: Erstattungen ohne Rücksendung tauchen laut Amazon nicht im Bericht „Versand durch Amazon“-Kundenrücksendungen auf. Du findest sie als Artikelpreis im Abschnitt „Erstattung“ der Übersichtsseite „Zahlungen“.
  2. Rücksendung abgleichen: Prüfe im Bericht zu FBA-Kundenrücksendungen, ob zur Bestellung eine Retoure eingegangen ist und wie sie eingestuft wurde.
  3. Programmfälle aussortieren: Steht unter „Warenrücksendungen bei Versand durch Amazon“ der Status „Abgeschlossen – Warenrücksendung nicht erwartet“, handelt es sich um eine Lösung ohne Warenrücksendung. Hier gibt es keinen Anspruch.
  4. Erstattungsbericht prüfen: Suche im Erstattungsbericht nach Bestellnummer oder FNSKU, ob Amazon schon gezahlt hat.
  5. Portal öffnen: Im Portal „Lagerbestandsfehler und Erstattung“ zeigt der Tab „Für Antrag berechtigt“ die kundenbezogenen Mängel. „In Bearbeitung“ und „Gelöst“ zeigen, was Amazon schon prüft oder entschieden hat.
  6. Antrag stellen: Nutze die Daten aus dem Tab, also Bestellnummer, FNSKU und Menge. Bist du mit einer Entscheidung im Tab „Gelöst“ nicht einverstanden, kannst du auch dagegen einen Antrag stellen.
  7. Frist notieren: Trage für jeden offenen Fall Tag 45 und Tag 105 ein. Ein Fall, der an Tag 106 auffällt, ist verloren.

Bei mehreren hundert Retouren im Monat ist das ohne Abgleich per Bericht kaum zu schaffen. Wie viel in deinem Konto offen ist, zeigt dir der kostenlose Erstattungscheck für Amazon FBA als Summe mit Fristen.

Wie hoch ist die Erstattung, wenn Amazon zahlt?

Das hängt davon ab, wann die Ware verloren ging. Bei Verlust oder Schaden vor einer Bestellung erstattet Amazon die Beschaffungskosten, also deinen Einkaufspreis ohne Versand und Zoll. Bei Kundenrücksendungen richtet sich der Betrag nach der Erstattung an den Kunden, abzüglich Gebühren und Umsatzsteuer. Je Einheit zahlt Amazon höchstens 2.000 €.

So steht es in der FBA-Erstattungsrichtlinie:

Deine Beschaffungskosten hinterlegst du unter „Beschaffungskosten verwalten“. Amazon kann sie ablehnen, etwa wenn sie stark von vergleichbaren Produkten abweichen oder Belege unlesbar sind. Ein erneuter Antrag zum selben Artikel innerhalb von 30 Tagen ohne neue Informationen wird ebenfalls abgelehnt. Wer seinen Einkaufspreis nicht pflegt, bekommt Amazons Schätzung, und die liegt bei Arbitrage-Ware oft unter dem tatsächlichen Preis.

Typische Fehler bei Erstattungen ohne Rücksendung

Die meisten Verluste entstehen nicht durch Amazons Regeln, sondern durch verpasste Fristen und verwechselte Fälle. Wer das Programm einschaltet, ohne seine Retourenquote je ASIN zu kennen, verschenkt Ware. Wer der automatischen 45-Tage-Erstattung blind vertraut, verliert Ansprüche, die nach Tag 105 nicht mehr durchsetzbar sind.

Wenn du FBA und Selbstversand mischst: Für Bestellungen mit Versand durch Verkäufer gibt es ein eigenes Programm, für das du dich getrennt anmelden musst. Welche Versandart sich für welches Produkt rechnet, zeigt der Gebühren-Rechner FBA vs. FBM.

Was solltest du jetzt tun?

Prüfe zuerst deine Retouren der letzten 90 Tage je ASIN, bevor du das Programm aktivierst. Setze die Preisgrenze niedrig oder nutze die Variante mit ausgewählten ASINs. Parallel lohnt sich ein Abgleich aller Kundenerstattungen zwischen Tag 45 und Tag 105, denn diese Ansprüche verfallen still.

Eine kurze Checkliste:

  1. Unverkäuflich-Quote je ASIN aus den FBA-Kundenrücksendungen ermitteln.
  2. Break-even je ASIN berechnen: Einkaufspreis ÷ (Einkaufspreis + Entsorgungsgebühr).
  3. Programm nur für ASINs über dem Break-even aktivieren, Liste als CSV sichern.
  4. Beschaffungskosten unter „Beschaffungskosten verwalten“ hinterlegen.
  5. Offene Kundenerstattungen ab Tag 45 prüfen und bis Tag 105 beantragen.
  6. Erstattungsbericht monatlich gegen deine Einkaufspreise abgleichen.

Wie sich FBA-Gebühren je Größenklasse zusammensetzen, erklärt der Ratgeber zu FBA-Gebühren und Größenklassen. Wenn du in mehreren Ländern lagerst, gelten für Rücksendungen teils Inlandsgebühren; Details im Ratgeber zu Amazon Pan-EU. Alle weiteren Themen findest du in der Ratgeber-Übersicht für FBA-Seller. Gebühren und Gewinn kannst du auch direkt in ChatGPT oder Claude rechnen, siehe FBA-Rechner für KI-Assistenten.

Mit ArbitrageX Erstattungen und Retouren im Blick behalten

Retouren, Erstattungen und Fristen über hunderte SKUs von Hand abzugleichen, kostet viel Zeit, und jeder übersehene Fall verfällt still. ArbitrageX zeigt dir Gewinn je SKU und macht aus Lagerverlusten fertige Erstattungsfälle: Lagerverlust, Schaden, Lagertransfer und fehlende Einheiten werden aufgespürt, nach deinem Verkaufspreis bewertet und mit vorformuliertem Fall-Text vorgelegt. Den Fall eröffnest du selbst in Seller Central.

ArbitrageX ansehen und Erstattungen prüfen

Gleich selbst rechnen: Mit dem kostenlosen Amazon-FBA-Rechner siehst du Verkaufsgebühr, FBA-Gebühr, Gewinn, Marge und ROI für deinen Artikel – ohne Anmeldung.

Quellen

Häufige Fragen

Welche Artikel sind für die Erstattung ohne Rücksendung berechtigt?

Nur Artikel mit einem durchschnittlichen Verkaufspreis bis 75 €. Ausgeschlossen sind Gefahrgut, Produktrückrufe, Geschenkkarten sowie schwere und sperrige Artikel. Zusätzlich muss dein Konto einen einwandfreien Ruf haben, und Amazon bietet die Lösung nur Kunden an, bei denen bisher kein Missbrauch festgestellt wurde. Innerhalb dieser Grenzen bestimmst du über Preisgrenze oder ASIN-Liste.

Erfährt der Kunde vorher, dass er die Ware behalten darf?

Nein. Laut Amazon werden Kunden nicht darauf hingewiesen, für welche Artikel eine Lösung ohne Warenrücksendung angeboten wird. Das Angebot erscheint erst im Rücksendeprozess, wenn alle Kriterien erfüllt sind. Erfüllt eine Rücksendung die Kriterien nicht, schickt der Kunde die Ware wie gewohnt an das Logistikzentrum zurück.

Gilt das Programm auch für Versand durch Verkäufer (FBM)?

Nicht automatisch. Für Bestellungen mit Versand durch Verkäufer gibt es ein eigenes Programm mit eigener Anmeldung. Die Anmeldung für FBA gilt nur für FBA-Rücksendungen, die für FBM nur für FBM-Rücksendungen. Beide Programme funktionieren gleich: Der Kunde erhält automatisch eine Erstattung und behält den Artikel, du trägst den Warenwert.

Kann ich die Lösungen ohne Warenrücksendung wieder abschalten?

Ja. In den FBA-Einstellungen gibt es die Option, die Lösungen ohne Warenrücksendung für alle ASINs zu deaktivieren, oder du änderst Preisgrenze und ASIN-Liste. Änderungen werden laut Amazon sofort wirksam. Prüfe nach dem Abschalten in der Ansicht der FBA-Warenrücksendungen, ob neue Rücksendungen wieder normal ins Logistikzentrum laufen.

Warum erstattet Amazon Kunden ohne Rücksendung?

Weil eine Retoure bei günstigen Artikeln mehr kosten kann als die Ware selbst. Amazon schreibt, die Lösung sei kostengünstiger, wenn Rücksendung und Bearbeitung den Wert des Artikels überschreiten. Außerhalb des Programms kann Amazon nach eigenem Ermessen ebenfalls ohne Rücksendung erstatten; kommt die Ware dann nicht binnen 45 Tagen zurück, erstattet Amazon dir den Artikel.

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